Zum Schlussbericht Energie-Dialog Entsorgung

Interessante Vorschläge von Prof. Ruh

Mit Interesse hat die Aktion für vernünftige Energiepolitik der Schweiz (AVES) vom Schlussbericht der Arbeitsgruppe "Energie-Dialog Entsorgung" Kenntnis genommen.

Das von den Umweltorganisationen geforderte Konzept "kontrolliertes und rückholbares Lang-zeitlager" ist nach Meinung der AVES gegenüber dem Konzept "Endlager" gedanklich noch nicht ausgereift. Um einen Schritt weiterzukommen scheint der AVES wichtig, dass gemäss Vorschlag des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, Prof. Hans Ruh, - und unabhängig von den Konzeptüber-legungen - vorerst einmal der Sondierstollen im Wellenberg erstellt werden soll.

Bei der Konsenssuche der Arbeitsgruppe prallten die altbekannten Gegensätze über die Betriebs-dauer der bestehenden Kernkraftwerke aufeinander: 30 Jahre, wie die Umweltorganisationen verlangen, oder 50 Jahre, wie dies von der Betreiberseite moniert wird! Nach Meinung der AVES muss für die Betriebsdauer primär die Sicherheit jeder einzelnen Anlage ausschlaggebend sein. Der von Prof. Ruh aufgezeigte Mittelweg, dass der Bundesrat über die Verlängerung entscheiden soll, sofern die früher vorgesehene Betriebsdauer von 40 Jahren um nicht mehr als 10 Jahre überschritten wird, scheint der AVES vernünftig zu sein. 

Zürich, 23. November 1998


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