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Zum Bericht des Publiforums "Strom und Gesellschaft"
Blauäugigkeit und unbrauchbare Vorschläge
Am Montag, 18, Mai, hat das Publiforum "Strom und Gesellschaft" seine Ratschläge zu Möglichkeiten und Varianten einer künftigen schweizerischen Energiepolitik bekanntgegeben. Gemäss Agenturberichten wird als erstes der möglichst rasche Ausstieg aus der Kernenergie empfohlen, da diese den Kriterien der Nachhaltigkeit nicht entspreche. Aber auch die fossilen Energieträger (Öl, Kohle, Gas) und daraus gewonnener Strom entspreche diesen Kriterien nicht. Es bleibe als einzige Möglichkeit somit nur ein generelles Stromsparen, die Stromgewinnung aus erneuerbarer Energie und die optimale Verwendung der elektrischen Energie als Alternative übrig.
Die Aktion für vernünftige Energiepolitik (AVES) stellt fest, dass das Publiforum in seiner summarischen Zusammen- fassung der energiepolitischen Problematik einerseits Binsenwahrheiten und andererseits Vorurteile auftischt. Die der Öffentlichkeit präsentierten Vorschläge sind eher geeignet, alte Fronten zu zementieren als neue Lösungen in der Energiepolitik aufzuzeigen. Die AVES bedauert deshalb die unprofessionelle Art der Informationsvermittlung des Publiforums "Strom und Gesellschaft". Die teilweise recht differenzierten Überlegungen, wie sie im ausführlichen Bericht dokumentiert sind, werden dadurch in der Öffentlichkeit völlig entwertet.
AKTION FÜR VERNÜNFTIGE ENERGIEPOLITIK (AVES)
Zürich, 18. Mai 1998
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