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Energievorlagen - alles andere als sozial!
Ganz schön daneben sind die Anhänger von neuen Energiesteuern, wenn sie behaupten, diese seien auch noch sozial. In der Tat sind sie höchst unsozial, ja ungerecht. Bei ihren immer schwächer werdenden "Argumentationen" vermeiden die Befürworter der Energievorlagen vom 24. September tunlichst das hässliche Wort "Steuern". Beschönigend nennen sie es "Solarrappen", Förderabgabe und "Grundnorm". Doch: Abgaben sind nun einmal Steuern! Speziell die Grundnorm hat es jenen angetan, die die Energie als neuen Honigtopf entdeckt haben, denn es gebe ja eine Rückerstattung.
Sehen wir uns dieses Versprechen einmal näher an: Rückerstattet wird bekanntlich an die Wirtschaft und die Privaten auf der Basis des Lohnes. Schon bei der Wirtschaft entstehen Ungerechtigkeiten, weil Dienstleistungsfirmen mit naturgemäss niedrigem Energieverbrauch profitieren, energieintensive gewerbliche Tätigkeit dagegen bestraft wird.
Vollends grotesk wird die ganze Umverteilerei, wenn man an jene denkt, die keinen Lohn verdienen. Kinder beispiels- weise konsumieren Energie, aber sie verdienen nichts. Die meisten AHV-Rentnerinnen und -Rentner beziehen ebenfalls keinen Lohn. Sie erhalten also keinerlei Rückerstattung. Ein Paar in einer 90 Quadratmeter grossen Wohnung, zum Beispiel, das mit einem Kleinwagen jährlich nur gerade 10'000 Kilometer fährt, zahlt mit der Grundnorm rund 370 Franken zusätzliche "Abgaben" auf Heizöl, Benzin und Strom. Als Mieter kann dieses Paar den Heizölverbrauch kaum beeinflussen. Der weitgehende Verzicht auf Autoausflüge würde die Lebensqualität dieser Leute zweifellos mindern. Eine solche Schröpfung auch älterer Menschen lehne auch ich ab und stimme dreimal nein zu neuen Energiesteuern.
Bruno Fäh, Baar
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