Presse-Communiqué vom 15. Mai 2003

Terroristischer Akt eines Mit-Initianten der "Ausstiegs-Initiativen"


Der ehemalige Genfer Grossrat Chaïm Nissim (Grüne Partei) und Mit-Initiant der Anti-Atom-Initiativen hat einen Angriff auf ein KKW zugegeben, ja er brüstet sich gar damit, obwohl er
damals die Gefährdung von Menschenleben bewusst in Kauf genommen hatte. Verharmlosung
von Gewalt und Terrorismus verurteilt die AVES aufs Schärfste. Sie hat aus diesem Grund
auch mit einem Inserat reagiert.

Die Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz AVES hat sich stets für die Nutzung aller Energieerzeugungsarten eingesetzt und ist jederzeit offen für eine sachliche Energiediskussion. Auch wenn sie die beiden "Atom-Ausstiegs-Initiativen" klar ablehnt, achtet sie die Meinung der Kernenergie-Gegner. Doch was man im "Tages-Anzeiger" (10. Mai) und in "Le Temps" (7. Mai)und "Le Courrier" (7. Mai) lesen konnte, ist für die AVES zuviel des Guten und verlangt nach klarer Stellungnahme. Laut diesen Artikeln befindet sich unter den 27 Urheberinnen und Urhebern der beiden Anti-Atom-Initiativen der grüne Genfer Politiker Chaïm Nissim. Er hatte vor 21 Jahren mit einer sowjetischen Rakete, die er mit Hilfe deutscher Terroristen besorgte, auf das französische Kernkraftwerks Creys-Malville geschossen und damit mit einem terroristischen Angriff fremdes Eigentum beschädigt (sda/ap 8. Mai). Vor allem nahm Nissim die Gefährdung von Leib und Leben Dritter bewusst in Kauf.

Im Vorfeld des G-8-Gipfels hat er sich zu dieser Tat bekannt in der Annahme, er könne nach 20 Jahren für diese Tat nicht mehr rechtlich belangt werden (der World Council of Nuclear Workers (WONUC) reichte jedoch am 14. Mai bei der französischen Staatsanwaltschaft eine Klage gegen Nissim ein). Seine Freunde vom Initiativkomitee haben bis heute keine offiziellen Anstalten gemacht, sich von ihrem Kollegen und seiner Tat zu distanzieren. Er selbst wertet seinen damaligen Raketenangriff als "gewaltfrei". Die AVES verlangt vom Initiativ-Komitee eine Distanzierung von Nissim und seiner terroristischen Tat, aber auch eine Reaktion des Bundesrates auf solch dreiste Angriffe und ihre Verherrlichung.
Aktion für vernünftige Energiepolitik Schweiz AVES

Für Rückfragen: Bruno Fäh 041 740 42 44, Konrad Studerus 01 221 26 30



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