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EU-Stresstest bestätigt Sicherheit der Schweizer Kernkraftwerke
Medienmitteilung vom 18. Januar 2012
Der EU-Stresstest bestätigt erneut den hohen Sicherheitsstandard der Schweizer Kernkraftwerke und die Richtigkeit der bisherigen Massnahmen aufgrund der Erkenntnisse aus dem Reaktorunfall im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) hat aber, gestützt auf die Eingaben der Betreiber, acht weitere «offene Punkte» identifiziert, welche die 37 Prüfpunkte aus der Fukushima-Analyse ergänzen.
«Die Gefährdungsannahmen, die dem Stresstest in der Schweiz zu Grunde gelegt wurden, sind im internationalen Vergleich streng», hält Rosa Sardella, Leiterin des Aufsichtsbereichs Systeme und Autorin des Schweizer Länderberichts fest. Zudem weisen die Schweizer Kernkraftwerke in der Regel Sicherheitsmargen aus, die über die geltenden gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.
Die Überprüfung hat bestätigt, «dass die Schweizer Kernkraftwerke über ein sehr hohes Schutzniveau gegen die Auswirkungen von Erdbeben, Überflutung und anderen Naturgefahren verfügen, ebenso gegen einen Ausfall der Stromversorgung und der Reaktorkühlung», heisst es im Schweizer Länderbericht. Mit Blick auf eines der zentralen Probleme, die zum Reaktorunfall von Fukushima im März 2011 beigetragen haben, unterstreicht Rosa Sardella ein Ergebnis des EU-Stresstests besonders: «Eine grosse Stärke der Schweizer Kernkraftwerke sind die Notstandsysteme, also separate, gut geschützte Systeme, die insbesondere zum Schutz gegen naturbedingte und zivilisatorische externe Ereignisse dienen.»
EU-Stresstest bestätigt bisherige Massnahmen
Der Bericht bestätige auch die Massnahmen, die das Ensi nach dem Reaktorunfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi ergriff, unterstrich Ensi-Direktor Hans Wanner. Die Schweizer Aufsichtsbehörde hatte mit Verfügungen vom 18. März, 1. April und 5. Mai 2011 bei den Betreibern der Kernkraftwerke Sofortmassnahmen gefordert und Ende Oktober 2011 im dritten Fukushima-Bericht auf der Grundlage einer vertieften Unfallanalyse 37 Prüfpunkte formuliert.
Acht «offene Punkte» identifiziert
Ergänzend zu diesen bereits eingeleiteten Schritten hat das Ensi im Rahmen des EU-Stresstests aufgrund der Eingaben der Betreiber jetzt zusätzlich acht «offene Punkte» identifiziert, die zu weiteren Verbesserungsmassnahmen führen sollen. Davon betreffen drei den Erdbebenschutz, zwei das Notfallmanagement und je einer den Schutz bei Überflutung, extremen Wetterereignissen und Verlust der Stromversorgung.
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