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Explosion in Konditionierungsanlage für schwach radioaktive Abfälle aus Industrie, Forschung und Medizin
Am Montag, 12. September 2011, hat sich in einer Nuklearanlage in Marcoule in Südfrankreich ein Unfall ereignet. Die Fakten zu diesem Unfall finden Sie auch auf der Website des Nuklearforums: http://www.nuklearforum.ch/ebarticle.php?art_id=de-13158334654&id=de-116487550462
Nach Angaben der französischen Aufsichtsbehörde ASN (Autorité de sureté nucléaire)
ereignete sich der Unfall in einem Schmelzofen für metallische schwach radioaktive und sehr schwach radioaktive Abfälle. Inzwischen hat die ASN den Unfall für beendet erklärt.
«Es handelt sich um einen Industrieunfall, nicht um einen Atomunfall», sagte ein
Sprecher der Betreiberfirma, eines Tochterunternehmens des staatlichen Stromkonzerns
EDF. Die Explosion auf dem Gelände der Nuklearanlage Marcoule hat sich in einer Anlage ereignet, in der seit 1999 schwach radioaktive Abfälle aus Industrie, Forschung und Medizin thermisch behandelt und konditioniert werden.
Kein Atomkraftwerk auf dem Gelände
Wichtiger Hinweis: Entgegen ersten Medienberichten handelt es sich bei der verunfallten Anlage um keine energietechnische Anlage, also um kein Kernkraftwerk und auch um keine Anlage des Kernbrennstoffkreislaufs wie der dortigen Fabrik zur Herstellung von Mischoxid-Brennstoffen zum erneuten Einsatz in Kernkraftwerken. Auf dem Gelände befindet sich kein Atomkraftwerk. Allerdings gibt es dort mehrere kleinere Reaktoren, die allesamt stillgelegt sind.
Schweiz mit moderneren Anlagen
Im Gegensatz zu Frankreich setzt die Schweiz auf eine modernere Verbrennungsmethode. Im Zwischenlager in Würenlingen werden schwach radioaktive Abfälle in einem Plasmaofen bei einigen 1000 Grad thermisch zersetzt oder aufgeschmolzen.
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