Endlagerung ist kein politischer Spielball:
Süsse Adventsgrüsse der SES mit verderblichem Inhalt

Mit „ganz lieben Adventsgrüssen“ bittet die Schweizerische Energiestiftung (SES) um eine grosszügige Spende für „Ihre Arbeit“. Der mit süssen Schalmeitönen verbrämte Brief kommt von einer kernenergiefeindlichen Organisation, die sich tatsächlich erdreist, den Eindruck zu erwecken, dass sie besser Bescheid über verantwortungsvolle Entsorgung wisse als die seit Jahrzehnten höchst professionell und verantwortungsvoll arbeitende Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra). Die SES sucht und führt nicht die sachliche Diskussion sondern betreibt gezielte Desinformation, die das Volk verunsichern soll.

GletscherGletscher

 













Die irreführende Darstellung der SES links und rechts der realistische Verlauf einer Eiszeit.

So hat sie zum Beispiel im letzten Frühjahr in ihrem „Atommüll-Anzeiger“ eine bedenklich unsachliche Skizze veröffentlicht, worin dargestellt wird, dass einmal ein Gletscher in 600 Metern Tiefe ein geologisches Tiefenlager durchbohren könnte. Was für ein Unsinn! Niemals wird eine Gletscherzunge in solche Tiefen vordringen.

Auch CVP-Nationalrätin Esther Egger-Wyss kommentierte die Illustration: «Bei diesem in der Beispielgrafik dargestellten Szenario würde trotz Gletscher keine Radioaktivität an die Oberfläche gelangen. Und es sei die Frage erlaubt, ob die Schweiz überhaupt noch von Menschen besiedelt wäre, wenn Eiszeit-Gletscher eine 500 Meter tiefe Furche im Mittelland hinterlassen würden!»

Seriöse, demokratische Standortsuche

Die AVES bemüht sich um sachliche, realistische Energiediskussion und will darum einige Argumente aus der aktuellen „Anhörung zum geologischen Tiefenlager, Etappe 1“
anfügen. Wie stellen darin fest,

  • dass sich die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wiederholt positiv zur Kernenergie in der Schweiz und damit auch zur Entsorgung geäussert haben.
  • dass Bundesrat, Behörden und unabhängige Experten nach umfassender Prüfung den Entsorgungsnachweis bereits im Juni 2006 anerkannt und genehmigt haben.
  • dass radioaktive Abfälle aus Medizin, Forschung, Wissenschaft und Energiegewinnung bereits vorhanden sind und entsorgt werden müssen.
  • dass wir mit dem Sachplan „Geologisches Tiefenlager“, den der Bundesrat am 2. April 2008 verabschiedet hat, ein demokratisches, gutes  und transparentes Instrument zur Verfügung haben, um die sichere Entsorgung im eigenen Land zu realisieren.
  • dass das Eidgenössische Nuklear-Sicherheitsinspektorat (ENSI) sowie unabhängige Experten und auch der Ausschuss der Kantone die Standort-vorschläge der Nagra bestätigt haben.

Das sind die wirklichen Fakten, die Sie, geschätzte Leserinnen und Leser der Desinformation und Angstmacherei der SES bitte gegenüberstellen wollen.

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