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Die Aktion für vernünftige Energiepolitik (AVES) unterstützt die neue bundesrätliche Energiepolitik und deren Vier-Säulen-Strategie. Schwerpunkt dieser Neuausrichtung muss die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit sein. Zur Schliessung der drohenden Stromlücke ist die unverzügliche Projektierung von Grosskraftwerken in der Schweiz dringlich. Die AVES befürwortet den Bau neuer Kernkraftwerke vorzugsweise an den bisherigen Standorten. Spätestens 2011 muss eine erste Volksabstimmung über die Rahmenbewilligung für den (Ersatz-)Bau eines Kernkraftwerkes durchgeführt werden. Der Bundesrat hat zu Beginn des Jahres 2007 eine zukunftsweisende Energiepolitik formuliert. Die AVES unterstützt diese Politik und ist überzeugt, dass sie für eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger aus allen politischen Lagern akzeptabel ist. Basierend auf einer Vier-Säulen-Strategie will der Bundesrat einerseits die Effizienz im Energieeinsatz steigern und erneuerbare Energien fördern und andererseits mittels Bau von Grosskraftwerken und einer flexiblen Energie-"Aussenpolitik" die Versorgungssicherheit erhöhen. Aus Sicht der AVES hat die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit durch Zubau inländischer Kraftwerkskapazitäten die höchste Priorität. Seit zwei Jahren ist das ehemalige Stromexport-Land Schweiz ein Netto-Stromimporteur geworden. Die erfreuliche Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz und im übrigen Europa lässt die noch vorhandenen europäischen Stromproduktionsreserven schnell dahinschwinden. Die AVES zieht daraus die Erkenntnis, dass der Zubau von Stromproduktionskapazitäten in der Schweiz von höchster Dringlichkeit ist und politisch ein stärkeres Gewicht erhalten muss. Bundesrat Leuenberger und das Bundesamt für Energie (BFE) werden aufgefordert, die zögerliche Haltung aufzugeben und der Zuspitzung der Lage endlich Rechnung zu tragen. Die grossen Stromproduzenten (Überlandwerke) werden aufgerufen, schnellstmöglich ein Projekt für den (Ersatz-)Bau eines ersten KKW zu unterbreiten, so dass spätestens in den Jahren 2010/2011 eine Volksabstimmung über die Rahmenbewilligung durchgeführt werden kann. Dieser Urnengang wird die entscheidende Voraussetzung schaffen, dass die Schweiz auf lange Sicht den heutigen Strom-Mix aufrechterhalten und die angestrebte Klimapolitik weiter verfolgen kann. Die AVES hatte an ihrer Delegiertenversammlung im
Juni 2006 den (Ersatz-)Bau von drei Kernkraftwerken in der Grössenordnung
von je 1000 bis 1600 MW vorgeschlagen. Die neuen KKW sollten die ältesten
Werke (Beznau I und II, Mühleberg und schliesslich Gösgen)
ersetzen und zeitlich ungefähr in einem Zehn-Jahres-Rhythmus ans
Netz gehen, also 2020, 2030 und 2040. |
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