Bundesrats-Beschluss vom 21. Februar 2007 zur Energiepolitik:
Neue Kernkraftwerke jetzt planen!
Medienmitteilung 21. Februar 2007

Die Aktion für vernünftige Energiepolitik der Schweiz (AVES) begrüsst die Absicht des Bundesrates, der drohenden Stromlücke in unserem Lande zu begegnen. Anstelle neuer endloser Diskussionen müssen nun aber konkrete Massnahmen in die Wege geleitet werden.

Von den vier vorgeschlagenen Strategiesäulen Energieeffizienz, erneuerbare Energien,
Energieaussenpolitik und Grosskraftwerke gehört letztere für die AVES in die erste Priorität. Nur mit der raschen Planung und Realisierung von neuen Kernkraftwerken (als Ersatz für bestehende) kann die sichere, CO2-freie Stromversorgung in der Schweiz nachhaltig sichergestellt werden. Es geht nicht an, dass Energieminister Leuenberger stets von 18 Jahren Planungs und Bauzeit redet. Was andere Länder wie Finnland fertig bringen, muss auch in der Schweiz möglich sein: Ein neues Kernkraftwerk kann - wenn der politische Wille vorhanden ist - bis 2018 fertig gestellt werden! Gaskraftwerke sind für die AVES wegen ihrer hohen CO2-Belastung ultima ratio zur Sicherstellung unserer Stromversorgung. Unverantwortlich wäre es, solche zwecks Verhinderung von Kernkraftwerken zu fördern.

Schweizer Volk soll bis spätestens 2012 entscheiden können
Nur mit einem Volksentscheid über die Rahmenbewilligung für ein neues Kernkraftwerk kann die dringend notwendige politische und rechtliche Sicherheit geschaffen werden, damit die Elektrizitätswirtschaft rechtzeitig zu den anstehenden Milliardeninvestitionen bewegt werden kann. Dafür sind zwei Voraussetzungen unabdingbar:

1. Spätestens 2012 müssen wir Schweizerinnen und Schweizer über eine Rahmenbewilligung an der Urne entscheiden können.
2. Damit die Inbetriebnahme eines Kernkraftwerkes beim Eintreten der Stromlücke (was in signifikantem Umfange ca. 2018 der Fall sein wird) nicht verhindert werden kann, muss gleichzeitig - ebenfalls mittels Volksabstimmung sichergestellt werden, dass Einsprachen und die Bau- und Betriebsbewilligungsverfahren nicht trölerisch missbraucht werden können.

Die politischen Behörden werden aufgefordert, die notwendigen konkreten Schritte an die Hand zu nehmen.

Energieeffizienzsteigerung und erneuerbare Energien sind limitiert
Natürlich liegt im sparsameren Umgang mit den Energieressourcen einiges Potenzial. Doch bis heute vermögen alle Sparbemühungen nicht einmal den jährlichen Mehrverbrauch zu kompensieren. Trotzdem unterstützen wir die Entwicklung realistischer Effizienztechnologien. Bei den erneuerbaren Energien steht für die AVES der Ausbau der Wasserkraft an oberster Stelle. Der Anteil der sogenannten neuen erneuerbaren Energien in der Schweiz beträgt bekanntlich etwa 2 Prozent. Den grössten Anteil haben dabei Kehrichtverbrennungsanlagen; Windkraft und Solarenergie zusammen lediglich knappe 0,05 Prozent! Die AVES wehrt sich dagegen, dass den Bürgern weiterhin ein Energieparadies mit Wasser, Sonne und Wind vorgegaukelt wird.

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