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Resolution der AVES Schweiz, verabschiedet an der Delegiertenversammlung
vom 17. Juni 2006 in Meiringen
AVES fordert drei neue AKW - erste Volksabstimmung hierzu bis 2012
Die gefährlichen Engpässe in der schweizerischen
Stromversorgung ab 2020 sind heute klar erkennbar. Die Aktion für
vernünftige Energiepolitik (AVES) fordert als Ersatz der bestehenden
Kernkraftwerke vorzugsweise an denselben Standorten schrittweise den
Bau von drei neuen Kernkraftwerken der Grössenklasse 1500 MW. In
den Jahren um 2020, 2030 und 2040 soll je eines dieser neuen AKW in
Betrieb gehen. - Die AVES spricht sich zuhanden der politischen Verantwortungsträger
und der Energiewirtschaft für ein entschlossenes Handeln in der
Strompolitik aus. Die AVES schlägt vor, dass das Schweizer Volk
bis 2012 gemäss Kernenergiegesetz (KEG) erstmals an der Urne zu
einem neuen Kernkraftwerk Stellung nehmen kann.
Verzögerungstaktik im Departement Leuenberger
Die AVES geisselt die teilweise ausgeprägte Be- und Verhinderungspolitik
im Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).
Obwohl sich die Engpässe in der Stromversorgung unseres Landes
ab 2020 klar abzeichnen, wird im Departement Leuenberger nichts dagegen
vorgekehrt. Es werden weiterhin widersprüchliche Strategien gepflegt:
Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) erklärt die Reduktion der
CO2-Emissionen zu einem wichtigen Staatsziel, das Bundesamt für
Energie (BfE) aber propagiert den Bau von Gaskraftwerken und indirekt
den Ausstieg aus der Nuklearenergie. Im UVEK will man keine klaren Entscheide
treffen, sondern die Probleme aussitzen und ungelöst der kommenden
Generation überlassen. Die Verzögerungstaktik im Departement
Leuenberger zeigt sich auch darin, dass für die Realisierung eines
AKW der neuen Generation mit Zeitspannen von 15 bis 20 Jahren gerechnet
wird, während dies in Finnland innerhalb von neun Jahren möglich
ist.
Auch Wasserkraft und Alternativen sind gefragt
- Utopien weniger
Auch die Wasserkraftnutzung braucht als entscheidendes Standbein unserer
Stromversorgung weiterhin die klare Unterstützung der politischen
Entscheidungsträger. Die Förderung von weiteren erneuerbaren
Energien hat sich schwergewichtig auf die Wärmeerzeugung und damit
den Ersatz von fossilen Energieträgern zu fokussieren. Der Zubau
von Gas-Kombi-Kraftwerken ist als Option zwar unbedingt offen zu halten,
widerspricht aber der CO2-Reduktionspolitik und bietet weniger Versorgungssicherheit.
Energiepolitische Utopien, wie sie von links-grünen Politikern
immer noch gepflegt werden, geniessen - nach mehr als 20 Jahren des
Experimentierens ohne Erfolg - in der schweizerischen Energiepolitik
der Zukunft nur noch wenig Glaubwürdigkeit. Die SP wird diesbezüglich
an ihre Verantwortung als Regierungspartei erinnert.
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